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Aufzeichnung des Vortrages 


„Windkraft – Wunderwaffe gegen den Klimawandel?“


am Dienstag 14.9.2021


mit Siegfried Vogt (Diplom-Metorologe i.R.)

„Windkraft – Wunderwaffe gegen den Klimawandel?“ Zu diesem Vortrag lud der Verein Windradfreies Kraichtal für den 14.9. ein. Referent Siegfried Vogt, Diplom-Meteorologe, machte eingangs deutlich, dass die primäre Maßnahme gegen Klimaänderungen heißt: weg von fossilen Brennstoffen, hin zu einer CO2-armen Energieversorgung. Die Politik in Deutschland und Klimaaktivisten fokussieren sich dabei jedoch stark auf Windkraft und Sonnenenergie. Er nahm Bezug auf die in der Region geplanten Windkraftanlagen (WKA): bei Weingarten und in Kraichtal. WKA zu errichten macht aus ökonomischen Gründen und bzgl. einer zuverlässigen Stromversorgung nur dort Sinn, wo der Wind kräftig weht. Eine gesicherte, planbare Stromversorgung ist in unserem windschwachen Süden nicht möglich. Anhand von Schaubildern zeigte der Referent auf: in 2/3 des Jahres gibt der Stromgenerator der 5,6 Megawatt(MW)-Windräder nicht einmal 0,5 MW Leistung ab. Und im Jahresmittel ist die Generatorleistung einer mehr als 7 Mio. EUR teuren Anlage weniger als 1 MW. Wind- und Sonnenflauten kommen in Deutschland permanent vor. Der Strom in Zeiten, in denen die Sonne nicht scheint und kein oder nur ein schwacher Wind weht, muss dann in diesen Zeiten aus Stromspeichern kommen. Sie müssen Energie vorhalten, wenn die kalte Dunkelflaute zuschlägt und sie müssen als Puffer das Netz entlasten, wenn Wind und Sonne sehr viel mehr Strom liefern als die Verbraucher benötigen. Derzeit sind 28 Pumpspeicherkraftwerke in Deutschland in Betrieb. Um den Strombedarf für eine Woche zu sichern, müssten 287-mal so viele Pumpspeicher wie derzeit neu gebaut werden. Ein solcher Ausbau ist weder in Deutschland noch in Europa zu verwirklichen. Passend zu dem Vortrag erschien am gleichen Tag ein Artikel in der Tagespresse. Darin heißt es: wegen des windarmen Frühjahrs ist der Anteil der Windenergie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Fünftel gesunken (Stat. Bundesamt). Dadurch sank der Anteil der netzanteiligen Windkraft von 29,1 auf 22,1 Prozent. Kerstin Andreae, Chefin des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft, bestätigt dazu: „Die Stromerzeugung aus Wind und Sonnenenergie unterliegt Schwankungen“.